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Montag, 18. Januar 2016

La Sierra Nevada (Snowboarden)

Hola Chicos,

wie letztens im Blog schon angekündigt war letztes Wochenende unser Snowboard/Skitrip in der Sierra Nevada an der Tagesordnung und der hat so einiges an Spektakel mit sich gebracht :) Für gerade einmal 189€ haben ein paar aus unserer Gruppe (Haroun, Beth, Rachel, Phil, Lucas) die Reise für das komplette Wochenende gebucht gehabt mit 2 Übernachtungen im 3* Hotel inkl. Frühstück und Abendessen, Hin/Rückfahrt und auch die Skipässe inklusive Leihausrüstung war inkludiert :) Organisiert war das Ganze von MSE (Malaga South Experiences), mit denen ich mittlerweile zum zweiten Mal unterwegs war. Am zweiten Tag bzw. ersten Skitag (Samstag) sind dann auch no Steffi, Dino und einige andere nachgekommen, die sich nur für einen Tag entschieden hatten. Tja bereut hab ichs definitiv net, das ganze Wochenende gebucht zu haben und wie immer versuch ich mal die wichtigsten Geschichten aufzubereiten :)

Am Freitag sind wir so gegen 15 Uhr von Málaga weg mit dem Bus Richtung Sierra Nevada gefahren, dass in der Nähe von Granada liegt, sprich noch immer im Süden von Spanien, in Andalusien :) Nach gut 2,5 Stunden waren wir dann angekommen und mussten uns gleich mal auf kältere Temperaturen als in Málaga einstellen, immerhin sind wir alle so ca. 20 Grad gewohnt am Nachmittag und dort hatten wir gleich mal 25 Grad weniger. Die Skibedingungen für das Wochenende waren aufgrund des unglaublich warmen Winters natürlich nicht die besten, aber aufgrund von Dauerbeschneiung waren zumindest in etwa 15 Abfahrten offen, was sich als total ausreichend heraus stellen sollte. Lediglich die Pista del Mar (Meerespiste) hätte ich noch gern gesehen gehabt, der Lift war aber leider nicht offen wegen Schneemangels. Dieser hätte uns auf über 3000 Meter bis an die Spitze des Berges gebracht von wo man auf Marokko und eben das Meer hätte sehen können, was ich unbedingt sagen hätte wollen erlebt zu haben :) So blieb es aber dabei, dass ich nur behaupten kann zumindest in Spanien schon Snowboarden gewesen zu sein :) Nachdem wir ca. 50 Leute waren, hatt es natürlich zu Beginn ewig gedauert bis jeder von uns sein Material bekommen hatte bevor wir endlich ins Hotel konnten :) Dort angekommen gab es etliche verschiedene Zimmergrößen und wir konnten ein 6er für uns ergattern, da wir eben genau so viele waren :) Beth hatte an dem Tag noch dazu Geburtstag, also gabs gleich einmal Torte und Wein bevors zum Abendessen um 21 Uhr ging, worauf alle schon gar nicht mehr warten konnten :) Nachdem sich jeder beim Buffet natürlich wie üblich viel zu viel reingehauen hatte, sind alle zurück auf ihre Zimmer und haben begonnen vorzuglühen, da für kurz nach Mitternacht noch Party angesagt war. Ca. die Hälfte der Mitreisenden war dann um halb 1 in der Lobby, bereit für eine Barnacht :)

Beth's Geburtstags- Kuchen/Wein/Karte :)

Javi mit einem Selfie mit meiner Kamera (inklusive Beth, Phil, mir, Haroun, Rachel und Lucas)

Noch einmal fast dieselben Leute, nur mit Alvaro ganz links, dem Chef von MSE und Organisator der Reise :)

Beim Tischfußball haben wir dann noch einige spanische Freunde von Alvaro kennen gelernt, die auch mitreisten sowie Javi hier auf dem Bild und noch einige weitere mit denen es unglaublich amüsant war :)

Um ca. 3 sind wir dann nach Hause wobei wir noch weiter feierten mit unserer eigenen Musik im Zimmer bis ca. 4. Um 8 Uhr 30 war aufstehen angesagt, da wir möglich bald den Lift nehmen wollten, wo uns vom Zimmer noch diese geniale Aussicht präsentiert wurde :)

Tja, am nächsten Morgen haben es Lucas, Phil und ich, die 3 Snowboarder tatsächlich geschafft halbwegs bald auf der Piste zu sein und sind per Zufall ohne etwas auszumachen, gleich vor der ersten Fahrt auf Steffi,Dino und Marvin bei der Mittelstation gestoßen, mit denen wir dann unsere ersten Runden im spanischen Kunstschnee zogen. So schlecht der Schnee war umso besser war zumindest das Wetter, wo wir gut 10 Grad plus in der Sonne hatten und sowies der ganze Tag einfach traumhaft schön war. Zudem war an diesem Tag noch irgendwie "Internationaler Tag des Skifahrens" oder so, womit die Pisten bis 9 Uhr Abends offen hatten :) Nach ein paar Abfahrten hatten wir dann Dino und Marvin verloren, haben jedoch Alavaro getroffen und sind mit ihm noch weitere für uns neue Abfahrten gefahren. Die besten waren dabei alle aufgrund von Schneemangel abgesperrt mit Zäunen, welche uns natürlich umso mehr motivierten genau diese zu fahren, was wir natürlich auch machten und somit komplett leere Pisten erlebten :) Bis dahin waren mir außerdem schon so viele Dinge aufgefallen die auf Spaniens Bergen so anders sind wie bei uns zuhause :) wie zB:

  • Musik: Anstatt Hüttengaudi und Schlagerhits, hört man überall Reggaeton und spanischen Flamenco
  • Pisten: Jeder hält sich ewig brav an die Pistenabgrenzungen und keiner wagt es nur ein wenig außerhalb zu fahren, womit diese ganzen Stücke komplett herrlich unbefahren waren, perfekt für mich
  • Lift: Auf einem regulären Lift gab es nahezu psychodelische Kindermusik und lauter witzige Figuren auf den Säulen wie auf späteren Bild zu sehen :)
  • Schwierigkeitsstufen: Neben den uns bekannten Blau-Rot-Schwarz System gibt es hier noch GRÜNE Pisten :) hahaha Nachdem ohnehin die Leute nicht so gut sind wie bei uns gibt es also noch einen extra leichten Level, wobei mir eigentlich fast kein Unterschied auffiel zw. Blau und Grün
Gegen 2 Uhr sind wir dann runter ins Taal und bestellten statt Germknödel und Kaasnocken, Thunfischpizza und Tapas :) hahah Da wir außerdem durch die langen Öffnungszeiten an diesem Tag sowieso keinen Stress hatten, sind wir dann erst spät wieder auf den Berg und sind einmal mit unseren Skianfängern aus England auf die Piste gegangen, was dazu geführt hat, dass wir fast nicht mehr gefahren sind und nur mehr zuschauten, aber mir wars egal, lustig wars auf jeden Fall, wie 3 Snowboarder 2 Skifahrern versuchten das Fahren beizubringen :) Irgendwann gegen 6 sind wir dann heim duschen und zum Abendessen.

Ich in meinem ultracoolen Outfit, zusammen gewürfelt aus Leih-Snowboard, Mädls-Skihose die wir in der WG in Málaga gefunden hatten und normaler H&M Jacke welche nicht fürs Snowboarden gedacht ist :)

Sonne und blauer Himmel wohin man auch hinschaute :)

Phil und ich im Sessellift :)

Der vorher bereits angesprochene lustige Lift mit Musik...

... und lustigen Figuren an allen Säulen!

Die Umgebung war ebenso cool mit dieser Satellitenschüssel...

... und dem Observatorium :)

Hier unsere Skianfänger beim aufstehen üben :) haha

Kurz vorm Heimfahren dann noch dieses schöne Panorama auf die untergehende Sonne in Granada
Für den Abend wäre eigentilch wieder Party im Gespräch gewesen aber irgendwie war keiner so richtig motiviert noch einmal hinaus in die Kälte zu müssen und so haben sich noch einige bei Alvaro im Zimmer eingefunden wo Ernesto, einer seiner weiteren Freunde komplett betrunken die ganze Zeit vor allen anderen eine Show ablieferte. Angefangen von Zaubertricks, weil er ein in Andalusien bekannter Zauberer ist, bishin zu schmutzigen Geschichten und generell der Fakt, dass er alles auf Englisch sagen musste, wobei sein Level nicht so gut ist, war extrem witzig :) Ein paar Wörter die ich hier für mich selber noch in Erinnerung halten muss sind delfín, dragón und buuum :) hahaha

Am nächsten Morgen waren wir wieder einigermaßen halbwegs dran auf dem Weg zum Lift und sind wieder nur zu dritt auf um ein paar Abfahrten zu starten und hier fängt auch die wohl aufregendste neue Erfahrung an, welche ich machen durfte :) Bei meiner zweiten Abfahrt dachte ich zuvor im Lift eine super Sprungmöglichkeit entdeckt zu haben, also wir alle raus hin zu dieser Stelle und Schwung holen...Zack, in der Luft bemerkte ich, dass die Piste nicht gerade aus war sondern links weg ging und somit sprang ich komplett in ein Feld aus Eisbrocken. Den Sprung konnte ich landen, jedoch war das Board (das Leihboard war ziemlich schlecht) nicht mehr zu kontrollieren und so setzte ich mich auf meinem Hintern mit hoher Geschwindigkeit, rutschte noch das Feld hinunter, kam wieder auf die Piste, wollte einen Schwung machen und spürte nur noch Schmerzen. Als ich mich hinsetzte wurde diese keineswegs weniger und so legte ich mich schreiend auf meinem Bauch :) Nach ein paar Minuten liegen wo Lucas und Phil schon fragten ob sie jemanden holen sollten, wollte ich noch abwarten, wies es mir geht. Als dann letztendlich eine Frau vorbeikam, mit welcher ich vorhin im Lift bereits einen spanisch Smalltalk hatte, sagte ich dann zu, dass sie die Pistenrettung ruft und so fuhr sie hinunter zum nächsten Lifthaus. Eine gefühlte Ewigkeit später wobei ich mich noch immer wie gelähmt fühlte, kam dann ein spanischer Kollege mit seinem Akia (Rettungsschlitten). Noch einmal 10 Minuten dauerte es bis dieser einen Kollegen rief, um ihm zu helfen mich hineinzuhieven. Und es wurde nur noch obstruser. Der spanische Typ fing an auf deutsch alles aufzusagen was ihm einfiel, rotze und spuckte 10 cm über meinem Gesicht herum, bat Phil letztendlich zu helfen mich in den Schlitten zu tragen, wobei die Stelle wo ich lag ziemlich ungünstig war. Sicher fühlte ich mich in keinem Moment. Anschließen nach gut 1 Stunde war ich fertig eingepackt und runter gings ins Tal. Lucas mit meinem Board in der Hand und Phil mit meinem Rucksack konnten kaum noch folgen, weil der Typ mit mir so raste, was ich natürlich auch spürte. Teilweise sprangen wir sogar ein wenig, was mir nicht grad besser tat. Am unangenehmnsten war das Gefühl bei jedem Schwung, wie wenn der Schlitten gleich umkippen würde mit mir. Und es wurde noch besser! Plötzlich spürt ich wie irgendwas über meine Schienbeine drüberflog und wir anhielten. Ich weiß nicht genau wie, jedoch hatten wir einen weiteren Crash mit einem Kleinkind, womit wir weitere 10 Minuten warteten und der Rettungstyp nachfragte ob denn das Kind okay ist :) Endlich unten angekommen wurde ich dann in die Skigebietsklinik gebracht und geröngt. Natürlich musste ich immer erklären was mir fehlt und da mein Medizin-Spanisch nicht gerade vorhanden ist, sagte ich einfach immer, dass mir mein linker Arsch weh tut :) hahaha Und es wurde noch besser: Weil ja typisch für Spanien hier keiner Englisch spricht, war ich froh, als der Arzt mir sagt, dass sein Sohn da ist, der mir mit Englisch helfen kann. Ich sagte ja super, passt, plötzlich steht einer kleiner Bub neben mir und fängt mit mir an Englisch zu reden :) hahaha Auf Nachfrage sagte er mir, dass er gerade einmal 12 ist :) Nach dem Röntgen sah ich durchs Fenster wie sie ihm die Bilder zeigten. Plötzlich kommt der Kleine zu mir und erzählt mir auf englisch, dass ich keine Brüche habe, jedoch vielleicht eine Hüft-Disslokation. Ich musste schon fast lachen die ganze Zeit vor Lauter Abnormalität des Geschehens :) Nach einiger Zeit und Unklarheit was mir fehlt, entschieden sie mich nach Granada ins Krankenhaus zu senden :) Eine Highlight war noch, wie sie mich ins Rettungsauto schieben und der Kleine kommt mit und schreit noch auf englisch "Ich hoffe es geht dir bald besser". Für mich war er der Held schlechthin!!! Bis dahin war auch Alvaro, der Chef von MSE angekommen und beschloss mit mir mitzufahren, damit wir das ganze ohne Sprachbarriere leichter abwickeln können :)

Im Rettungsauto hatten wir schon wieder allen Grund zum lachen, ich wollte unbedingt Erinnerungsfotos und er machte noch weitere für die WhatsApp-Gruppe in der alle Reisenen drinnen waren :)

Mein Handy ging ohnehin über bei der Summe an besorgten Nachfragen wie es mir denn geht, sodass ich auch fast keinem davon erzählte :) hahaha
In Granada selbst, sollten dann weitere Untersuchungen gemacht werden, doch die Spezialisten dort machten abermalls nur ein Röntgen. Nach einer Riesen Spritze in den Hintern ging es mir nach und nach auch immer besser und kam dann irgendwann in den Röntgen-Bereich und es ging wieder kurios weiter. Ich sollte eigentlich sofort drankommen, musste aber mit anschauen wie die zwei Krankenschwestern überfordert waren, dass ihr Windows 2000 Rechner 2 Mal hintereinander abstürzte und ich somit fast 40 Minuten wartete bis jemand anderer das Problem erledigt hatte. Nach dem Röntgen wurde ich wieder in einen Raum zum Warten mit NUR alten Menschen geschoben und auch Alvaro durfte da nicht hin. Irgendwann kam dann endlich eine Schwester die mir mitteilte wie es weitergeht und Alvaro ausrief. Nach einer Weile organisieren, hatten wir dann auch gemanaged, dass wir mit dem normalen Bus der Reise mit heim fahren würden und aus Granada abgeholt werden. Wir fuhren bis dahin noch auf einen Snack und Kaffee in ein Lokal nahe der Autobahn und ich konnte auch schon wieder etwas gehen :) Danach gings im Bus nach Hause, ich beantwortete noch alle neugierigen Fragen und wurde dann noch von Alvaro auf ein Taxi bis vor meine Haustüre eingeladen :) Steffi verwöhnte mich noch mit einem Abendessen und obwohl ich den ganzen Tag eigentlich verloren hatte, fühlte ich mich am Ende trotzdem gut und glücklich :)

Heute einen Tag später, geht alles schon wieder leicht, ich habe vermutlich einfach nur eine schwere Prellung und hab sogar schon ein Angebot von einer Spanierin bekommen, die auch dabei war, dass ich sollte was sein zu ihrem Dad schauen kann, der Doktor hier in Málaga ist. Also, Ende gut, alles gut :)

Auf der offiziellen Facebook-Seite von MSE (dem Veranstalter) wurde auch verkündet (siehe Hashtag) - #Pascalestabien, was so viel heisst wie "Pascal geht es gut", hahha :D
Das war mein aufregendes Wochenende :) Hasta luego :)

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